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Über das ASP

Saatgutgewinnung an Rot-Fichte (Bild: LWF)
Waldökosysteme sind verschiedenen menschlichen Einflüssen ausgesetzt. Zerstückelung und Zerstörung von Lebensräumen, Umweltveränderungen und -belastungen und Populationsverfrachtungen sowie die Waldbewirtschaftung selber beeinflussen die genetischen Systeme und damit das Ökosystem Wald. Moderne Untersuchungsmethoden wie DNA- und Isoenzymanalysen geben erstmals Einblicke in die Zusammensetzung des Erbguts von Waldbäumen und Waldpopulationen und ermöglichen es genetische Inventuren und ein langfristiges Monitoring in Bayerns Wäldern durchzuführen.
Das ASP betreut ein über ganz Bayern verteiltes Netz von Versuchsflächen, in dem verschiedene Baumarten und Herkünfte unter unterschiedlichen Klima und Standortsbedingungen auf ihre Anbaueignung erforscht werden.
Nachwachsende Rohstoffe werden angesichts begrenzter fossiler Brennstoffe immer bedeutender. Energiewaldforschung am ASP befasst sich daher besonders mit schnellwachsenden Baumarten. In Anbauversuchen werden Pappeln und Weiden intensiv untersucht und geeignete Sorten in Mutterquartieren für die zukünftige Nutzung vorgehalten.
Die Herkunftssicherung von forstlichem Vermehrungsgut und die Erarbeitung von Herkunftsempfehlungen für die Waldbesitzer sind Arbeitsschwerpunkte des ASP, die für eine langfristige Daseinsvorsorge unverzichtbar sind. Dazu zählt auch die Konservierung von forstlichem Saatgut ausgewählter Herkünfte
in der Bayerischen Genbank und die Bereitstellung von Saatgut aus dem Samenplantagenprogramm.
Das Inverkehrbringen von forstlichem Saat- und Pflanzgut unterliegt dem Forstvermehrungsgutgesetz. Die sich daraus ergebenden hoheitlichen Aufgaben wurden der Bayerischen Landesstelle am ASP übertragen.
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